Aktuelles 2009

Neues aus der Giftküche der FARC:


Kurzmeldung
Die FARC hat den Gouverneur des Departements Caquetá, Luis Francisco Cuéllar, entführt und kurz darauf erschossen.
Die Erschießung erfolgte, als sich herausstellte, dass Cuéllar wegen seines Alters und Gesundheitszustandes nicht zu einem längeren Marsch durch den Dschungel in der Lage war.



Kurzmeldung
In Ecuador wurde unterschiedlich auf den Bericht der Untersuchungskommission reagiert, die der Präsident eingesetzt hatte, um die Umstände zu klären, unter denen das Camp des FARC-Vizechefs "Raúl Reyes" auf ecuadorianischem Gebiet errichtet und später von kolumbianischen Kräften zerstört wurde.
Der Innenminister erklärte, man habe sich in einigen Fällen tiefere Einblicke in die Geschehnisse erhofft, als der Bericht sie offenlege. Es sei aber klar, dass Präsident Correa von der Existenz des Camps und den darum entwickelten Aktivitäten nicht oder nur sehr verspätet unterrichtet worden sei.
Verschiedenen Zeitungen stellen die Frage, wie es geschehen konnte, dass ein so massives Lager auf ecuadorianischem Boden so lange unbemerkt bestehen konnte, bzw. von den Sicherheitsorganen toleriert wurde, ohne dass der Präsident informiert wurde.
Ignacio Chauvin, früherer Staatssekretär im Innnenministerium schließlich, der sich laut Bericht mindestens sieben Mal mit Reyes getroffen hatte und in Untersuchungshaft sitzt, hat die Kommission wegen Diffamierung seiner Person verklagt.



Kurzmeldung
Der ecuadorianische Präsident hatte 2008 die Sonderkomission "Fenix" eingesetzt, die untersuchen soll, wie der Angriff der kolumbianischen Streitkräfte auf das auf ecuadorianischem Gebiet befindliche Lager des FARC-Kommandanten "Raul Reyes" verlief.
In einem Zwischenbericht hat Fenix nun berichtet, dass der damalige ecuadorianische Innenminister Gustavo Larrea sich mit Reyes persönlich getroffen hat, was der Ex-Minister bisher bestritten hatte. (nach El Tiempo / Kolumbien und El Pais / Spanien)



Kurzmeldung
Wie mehrere kolumbianische und spanische Zeitungen berichten, wurde durch abgehörte Telefongespräche bekannt, dass sich 10 -12 kolumbianische Soldaten und Polizisten, von denen man angenommen hatte, sie seien nicht mehr am Leben, nach wie vor in der Gewalt der FARC befinden.
Gleichzeitig tauchten auch Videoaufnahmen auf, die die Gefangenen an Hals und Füßen angekettet zeigen. Sie sollen sich seit etwa 10 Jahren in der Gewalt der FARFC befinden.



Kurzmeldung
Die linksgerichtete Senatorin Piedad Córdoba erklärte in einer Pressekonferenz, es sei durch ihre Vermittlung möglich, dass 5 in der Gewalt der FARC befindliche Soldaten binnen eines Monats freigelassen werden könnten. Allerdings müsse sie dazu noch ein Gespräch mit Präsident Uribe führen, um die Modalitäten zu vereinbaren.
Dies meldet die Tageszeitung EL TIEMPO am 14.07.2009



Kurzmeldung
Nach einer Meldung der Tageszeitung "El Tiempo" vom 9. Juni 2009 haben 11 Mitglieder des Rates der Hauptstadt Bogotá, die dem linken Sammelbündnis "Cambio Radical" angehören, den Bürgermeister und die Staatsanwaltschaft davon informiert, dass sie Mord- und Entführungsdrohungen von der FARC erhalten haben.
Die Staatsnawaltschaft bestätigte dies durch die Bekanntgabe, dass auf dem Computer eines gefangen genommenen FARC-Mitglieds die Namen der Bedrohten und Entwürfe von Drohschreiben gefunden worden seien.



Kurzmeldung
Anlässlich eines Staatsbesuchs des kolumbianischen Präsidenten Uribe in Venezuela forderte Venezuelas Präsident Chávez die FARC auf, Uribes Vorschlag einer viermonatigen Waffenruhe zuzustimmen, um während dieser Zeit Klarheit über Verhandlungsmodi erreichen zu können.
Chávez erklärte ferner, er sei weder Verbündeter noch Feind der FARC.


Kurzmeldung
Nach Meldungen mehrerer kolumbianischer Zeitungen hat die Stiftung País Libre bekanntgegeben, dass sich noch 326 Personen als Gefangene in der Hand der FARC befinden. País Libre hat dazu auch eine Namensliste veröffentlicht.
Die FARC behauptet, es befänden sich lediglich 9 Personen bei ihr in Gefangenschaft.


Kurzmeldung
Am 30.03.09 meldet die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo, die FARC bestehe nicht mehr auf der Entmilitarisierung von zwei Gemeinden, damit dort Verhandlungen mit der Regierung über einen humanitären Gefangenenaustausch geführt werden könnten.
El Tiempo bezieht sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur ANNCOL, eines in Schweden ansässigen zivilen Zweigs der FARC. Demnach hat die FARC in einem Brief an Friedensbewegungen in Kolumbien mitgeteilt, "der Ort für Verhandlungen stellt kein unüberwindliches Hindernis dar".
Bisher waren Verhandlungen stets an der Forderung der FARC gescheitert, die Regierung solle zwei Gemeinden von Militär und Polizei räumen, in denen dann verhandelt werden könne. Die Regierung hatte dies abgelehnt, weil ein 2002 beendetes Experiment der Überlassung einer entmilitarisierten Zone an die FARC zur Militarisierung durch diese geführt hatte.


Kurzmeldung
Der Deutschlandfunk und kolumbianische Medien melden, dass die FARC den schwedischen Ingenieur Rolf Larsson freigelassen hat, der sich seit März 2007 in ihrer Gewalt befunden hatte.
Die Meldungen besagen, dass damit der letzte von der FARC entführte Ausländer freigelassen worden sei.


Kurzmeldung
Verschiedene Medien melden, dass am 03.02.09 nach drei Polizisten und einem Soldaten, die bereits vorige Woche freigelassen wurden, nun auch die beiden Zivilisten Alan Jara und Sigifredo López von der FARC freigelassen wurden.
Jara, der zur Zeit seiner Entführung im Juli 2001 (fast zeitgleich mit unserer Entführung) Mitarbeiter der UNO war, befand sich trotz intensiver Bemühungen seitens der UN-Generalsekretäre Annan und Moon fast acht Jahre in der Gewalt der FARC.


Kurzmeldung
Seit einigen Wochen bestand Aussicht, dass die FARC nach Vermittlung der Senatorin Piedad Códiba und einer internationalen Kommission sechs Geiseln freilassen würde, darunter vier Polizisten und Soldaten und zwei Zivilisten.
Am 1. Februar wurden die vier Uniformierten freigelassen und übergeben, nicht aber die beiden Zivilisten.


Kurzmeldung
Nach einer Meldung der Zeitung "El Tiempo" hat der FARC-Kommandeur im Nordosten Kolumbiens, Jorge Brizeno, alias "Mono Jojoy" zugegeben, dass Desertionen, vor allem im Departement Meta, für die FARC ein zunehmendes Problem darstellen.
Dadurch, wie auch durch Beschlagnahme, haben die Sicherheitskräfte in letzter Zeit 15 Computer der FARC erbeutet.


Kurzmeldung
Wie bereits mitgeteilt, hatte die FARC angekündigt, nach Vermittlung der Senatorin Piedad Córdoba zu Beginn des Jahres sechs politische Geiseln freizulassen.
Das Oberkommando der FARC hat nach Meldung der Online-Ausgabe des Magazins SEMANA diese Absicht bekräftigt, jedoch zur Bedingung gemacht, dass bei der Übergabe der Gefangenen ein offizieller Vertreter eines der Vermittlungsländer (Schweiz, Spanien oder Frankreich) anwesend sein müsse.

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© 2002 FARC.de by Thomas Künzel, Ulrich Künzel, Reiner Bruchmann