Aktuelles 2018

Kurzmeldung
Wie SEMANA am 19.04.2018 meldet, hat der ecuadorianische Präsident Moreno eine Untersuchung eingeleitet, mit der ermittelt werden soll, ob sein Vorgänger Correa, unter dem Moreno Vizepräsident war, für seine Wahlkampagnen Gelder von der damaligen kolumbianischen Guerrillagruppe FARC angenommen hat.

Kurzmeldung
Der Deutschlandfunk meldet am 14. April 2018, dass zwei ecuadorianische Journalisten der Tageszeitung EL COMERCIO und ihr Fahrer ermordet wurden.
Die Journalisten arbeiteten an einer Reportage über den Drogenhandel im ecuadorianisch-kolumbianischen Grenzgebiet und waren von Banditen entführt worden, die früher der FARC angehörten, das Friedensabkommen nicht akzeptiert hatten und sich weiter dem Drogengeschäft widmeten.
Der ecuadorianische Präsident Moreno kündigte an, dass im Grenzgebiet gemeinsame Aktionen der Streitkräfte Ecuadors und Kolumbiens durchgeführt würden, um die Bandenkriminalität zu bekämpfen.

Kurzmeldung
Wie El Espectador meldet, hat Präsident Santos klargestellt, dass Delikte ehemaliger FARC-Mitglieder, die nach dem Inkrafttreten des Friedensabkommens verübt wurden, der normalen Justiz unterliegen und dass auf sie nicht die im Abkommen vereinbarten besonderen Bestimmungen der Übergangsjustiz angewendet werden.

Kurzmeldung
Wie SEMANA am 20.03.2018 meldet, hat die FARC 20 kg Gold aus in von ihr früher beherrschten illegalen Minen an die Treuhandstelle zur Opferentschädigung übergeben. Bereits vorher hatte die FARC mehrere kleinere Mengen Goldes übergeben.

Kurzmeldung
Präsident Santos gab am 19.03.2018 bekannt, dass das Heer neun ehemalige FARC-Mitglieder getötet hat, die als Dissidenten den Friedensvertrag nicht anerkannt und weiter Angriffe ausgeführt hatten.

Kurzmeldung
Am 11.03.2018 finden in Kolumbien Wahlen zu beiden Kammern des Parlaments statt, und Ende Mai folgen die Präsidentschaftswahlen.
Süddeutsche Zeitung (09.03.2018) und Deutschlandfunk (10.03.2018) berichten, dass in allen Meinungsumfragen zu beiden Wahlen die Partei der FARC bei rd. 2% liegt.
Der Präsidentschaftskandidat der FARC-Partei, der frühere Oberkommandierende Rodrigo Londoño (Kampfname: Timochenko) musste sich wegen schwerer Herzprobleme einer Bypass-Operation unterziehen und trat von seiner Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten zurück. Kommentatoren schätzen, dass die FARC angesichts ihrer sehr schlechten Umfragewerte keinen neuen Kandidaten aufstellen wird.
Es scheint, die FARC hat die Stimmung in der Bevölkerung völlig falsch eingeschätzt. Es kam zwar zu Störungen bei Wahlkampfveranstaltungen der FARC, aber nicht zu gewaltsamen Übergriffen auf ihre Kandidaten. Das frühere Mitglied des Oberkommandos und Mitglied der Verhandlungsdelegation in Havanna, Pablo Catatumbo, erklärte, er habe sich nicht vorstellen können, dass die "Bevölkerung Kolumbiens so reaktionär eingestellt" sei.

Kurzmeldung
Wie die Süddeutsche Zeitung am 28.Februar 2018 meldete, sind bei einem Anschlag der Guerrillagruppe ELN auf einen Trupp Soldaten fünf Soldaten getötet worden. Der Anschlag wird als ein neues Hindernis für die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in Quito gesehen.
Inzwischen hat der ELN eine einseitige Waffenruhe für die Tage vor und nach der Parlamentswahl am 11. März erklärt.

Kurzmeldung
Die kolumbianischen Medien melden, dass am 28.01.2018 bei einem Bombenanschlag auf ein Polizeirevier in der Millionenstadt Barranquilla fünf Polizisten getötet und etwa 30 verletzt wurden.
Die Guerrillagruppe ELN, mit der die Regierung zurzeit in Quito Friedensverhandlungen führt, gilt als Urheber des Attentats. Ein Mann, der vermutlich die Sprengladung per Funk ausgelöst hat, wurde festgenommen.

Kurzmeldung
Nachdem der ELN mehrfach Sprengstoffattentate gegen Ölpipelines unternommen hatte, wurde der Unterhändler der Regierung aus der ecuadorianischen Hauptstadt Quito nach Bogotá beordert.
Er kehrte nach einer Meldung des Deutschlandfunks vom 22.01.2018 inzwischen nach Quito zurück und soll in einem Treffen mit dem ELN- Oberkommando besprechen, welche Chancen bestehen, den am 31.01.2018 endenden Waffenstillstand zu verlängern.

Kurzmeldung
Wie SEMANA am 10. Januar 2018 meldet, haben bei den Friedensverhandlungen zwischen Regierung und ELN in Quito beide Seiten sich noch nicht darauf einigen können, den im Januar auslaufenden Waffenstillstand zu verlängern.
Appelle von Künstlern, Schriftstellern, Opferverbänden, Unternehmern und NROs an beide Seiten hatten bisher kein Ergebnis.
Die jetzt angelaufene nächste Verhandlungsrunde ist die letzte Gelegenheit, den Waffenstillstand zu verlängern. Beim ELN sind Verunsicherungen zu bemerken, verursacht durch die Gefechte mit FARC-Dissidenten im Departement Nariño.

Kurzmeldung
EL ESPECTADOR meldet, dass am 04.01.2018 in der Stadt Turbaco (Dept. Bolívar) ein Treffen von Präsident Santos mit der FARC-Führung begonnen hat, in dem die Fortschritte im Friedensprozess evaluiert werden sollen. An dem Treffen nehmen auch der frühere spanische Regierungschef Felipe González und Expräsident José Mújica (Uruguay) teil.

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© 2002 FARC.de by Thomas Künzel, Ulrich Künzel, Reiner Bruchmann