Aktuelles 2017

Kurzmeldung
Wie mehrere kolumbianischen Medien am 20. April 2017 melden, hat eine Kommission unter dem früheren General und jetzigen Vizepräsidenten ihren Bericht veröffentlicht, wonach der Waffenstillstand zwischen FARC und Regierung "zu fast 100%" eingehalten wurde.

Kurzmeldung
Wie das Magazin SEMANA am 14.03.2017 meldet, hat der kolumbianische Kongress nach achtstündiger Debatte mit wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen das Gesetz zur Einrichtung einer speziellen Übergangsjustiz für den Frieden angenommen.

Kurzmeldung
Wie der NDR am 19.02.2017 meldet, haben sich inzwischen alle FARC-Mitglieder an den 26 Sammelpunkten eingefunden, wo sie ihre Waffen an UN-Vertreter abgeben.
International wird die genaue Einhaltung des Friedensabkommens als großer Erfolg bezeichnet.

Kurzmeldung
Humberto de la Calle, Chefunterhändler der Regierung bei den Friedensverhandlungen mit der FARC, erwägt eine Präsidentschaftskandidatur 2018, wenn es ihm gelingt, dafür ein Wahlbündnis mehrerer Parteien zu bilden.
Zu Absichten des Demokratischen Zentrums des früheren Präsidenten Uribe, bei einem Wahlsieg Neuverhandlungen mit der FARC aufzunehmen, um das Abkommen zu modifizieren, erklärte De la Calle, ein solcher Plan sei "eine Einladung, den bewaffneten Konflikt wieder aufzunehmen".
(Tageszeitung EL TIEMPO vom 13.02.2017)

Kurzmeldung
Der Deutschlandfunk berichtet am 5. Februar über das Treffen der Friedensnobelpreisträger in Bogotá. In einer Erklärung haben die Preisträger betont, der Friedensschluss in Kolumbien stelle in einer Welt wachsender Konflikte ein Hoffnungszeichen dar, das zeige, dass friedliche Lösungen auch langjähriger, gewalttätiger Konflikte möglich seien. Sie forderten Regierung und FARC auf, die Umsetzung der Vereinbarungen zügig voranzutreiben. Am Ende des Treffens fand ein Gespräch mit dem Chefunterhändler der FARC "Iván Márquez" statt.

Kurzmeldung
Wie die Tageszeitung EL TIEMPO am 03.02.2017 meldet, hat die Guerrillabewegung ELN den früheren Parlamentsabgeordneten Odin Sanchez freigelassen, der sich mehrere Monate in ihrer Gewalt befand.
Die Regierung hatte die Freilassung Sanchez zur Bedingung gemacht für den offiziellen Beginn der Friedensverhandlungen mit der ELN in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, wo beide Seiten hinter verschlossenen Türen bereits Vorverhandlungen geführt hatten.


© 2002 FARC.de by Thomas Künzel, Ulrich Künzel, Reiner Bruchmann